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[Glücksspiel] Das Leben in der Verzweiflung (ü18)

Einen wunderschönen Guten Tag wünsche ich euch,

nun ja, wie das Thema schon andeutet, geht es in diesem Thread über Glücksspiele, Sucht, Geldprobleme über alles was ihr
vielleicht schon durch gemacht habt. Ich finde es sehr fragwürdig, warum noch nie ein Thread entstand mit dem Thema
"Glücksspiel". Ich hoffe natürlich auf viel Einsatz, Wahrheit und Offenes in diesem Thread. Bitte nur über über 18 Jährige
posten. Da ihr Jüngeren damit noch keinerlei Erfahrung machen konntet.


Über was wollen wir hier im Thread diskutieren?
- Was habt ihr für Glücksspiele gespielt?
- Wieviel Zeit habt ihr darin investiert?
- In welcher Lage seid ihr spielen gegangen?
- Wieviel war euer höchster Gewinn, - höchste Niederlage?
- etc. da gibt es sehr vieles zu belabern.
 
Nun ja, dann fange ich mal an.

Ich war öfters im Spielcasino und habe dort meist Roulette, Automaten und Keno gespielt. Roulette hat sich um ehrlich zu sein
in mein Herz eingenistet. Dieses Spiel war lange Zeit für mich nicht nur ein Spiel, sondern auch meine Zukunft, oder auch meine
Laune. Habe ich gewonnen- konnte ich offene Beträge ausgleichen, hatte gute Laune gehabt und war auf der Arbeit ich selbst.
Habe ich wie des öfteren verloren- war mir klar, dass ich weiter in die Krise laufe. An so ein paar Spieleabende habe ich zwischen
100,- € und 700,- € somit mein Azubigehalt verspielt. An guten Tagen bin ich aber auch schon mit 1,000,- € raus gegangen, die
Tage waren aber recht selten im Kalender. Fazit vom ganzen Spielen; Überschuldung (3,000,-€ bei der Bank), Rückstand bei der
BVG (Monatskarten Abo) und Private Versicherung. Enorme Minussummen bei Familie & Freunde. Seit einem halben Jahr bin ich
Europaweit in allen Spielhallen und Casinos gesperrt. (Selbstsperrung) Nach 1 1/2 Jahren bin ich so langsam raus. Von ca 5000,- €
Schulden bin ich jetzt nur noch auf 350,- €. In meiner ganzen Zeit habe ich rund 20,000 € verspielt und das mit meinen jungen
18/19 Jahren. Jetzt schmeiße ich nur noch 20,- € im Automaten rein, wenn ich in der Kneipe sitz.

Hoffe es gibt jetzt überhaupt hier Leute die Spieler waren.
 

Unhuman

Gast
Dann fahr ich mal fort :p

Seit ich 11 Jahre alt bin kann ich Poker spielen ( NL Hold'em ), mit 14 Jahren habe ich im besten Freundeskreis ( 2 Handballfreunde + der 20-jährige Handballtrainer ) alle gnadenlos abgezogen, auch wenn wir nie um Geld gespielt haben, glaube die Freundschaft hätte darunter gelitten.
Mein Handballtrainer ist aber der totale Poker-Fanatiker und hat uns spontan mit in seine Stammkneipe genommen und wollte das wir ihm evtl etwas helfen, als ich ihn teilweise zurückgehalten habe, bzw vorangetrieben habe, forderten die anderen am Tisch das ich mein eigenes Geld zum Fenster rauswerfen soll, ich hab mich also mit den 10€ die ich für ein paar Bier nehmen wollte an den Tisch gesetzt und bin 3h später mit 60€ wieder heimgefahren. :p

Bis vor kurzem habe ich wirklich regelmäßig gespielt, war wirklich süchtig und habe so gut wie nie Verluste davongetragen, bin meist mit meinen 15€ Taschengeld mit den Freunden irgendwohingefahren und wir sind mit 50€ in der Tasche wieder zurückgekommen, unser größter Gewinn ( zu 4. ) war dann wohl Anfang Juni, als nach dem Flop ein "Royal Flush" auf dem Tisch lag wollte unser Trainer seinen Hunderter aus der Tasche zücken, glücklicherweise konnten wir ihn abhalten geringe Beträge zu spielen, was sich später als gut herausstellte, weil 2 weitere Spieler permanent die Erhöhungen von 50€ mitgingen, weil sie einen Flush auf der Hand hielten. Am Ende gingen wir mit 800€ aus der Kneipe und haben uns ein paar schöne Stunden gemacht.
Ein Tag später allerdings hat unser Trainer 600€ verloren, wodurch wir auf ein Minus am Wochenende kamen und uns darauf einigten weniger zu spielen, heute treffen wir uns nicht mal mehr weil wir nichts mehr haben was uns zusammenführt, außer Handball.

Zum Thema wieviel Zeit wir investiert haben, wir haben bei der größten Online Poker Community ( :p ) jeden Tag mind. 3h verbracht, sahen es aber weniger als Training für die Kneipe an, sondern hatten einfach Spaß daran, Training was es nebenher allerdings auch. ;-)
 

Sir Francis Drake

Gast
Hm... Poker ist doch kein Glücksspiel oder?
Habe bis jetzt ein paar EPT side Events gespielt und sonst online halt nl200. Da ich generell wenig Zeit habe, fahre ich auch keine großen Gewinne ein, sondern bleibe eigentlich break even. Nutze das auch nur zu Entspannung.
Fälle wie von Rammstein geschildert sind echt traurig muss man sagen. Aber das du es noch nicht gelernt hast und immernoch Geld in die Automaten reinwirfst *sigh*
 
Ich denke man kann diskutieren, ob Poker ein Glücksspiel ist oder nicht. Für mich eigentlich schon. Also ich zähle Poker auch zu
der Glücksspielkategorie. Klar, man muss es können, aber man braucht auch sehr viel Glück.

Zum letzten Post; Natürlich ist es dumm und vielleicht auch traurig, man kann es sehen wie man will mit so einem Fall wie mir.
Aber ich denke auch, dass man aus Fehlern lernt. Wenn man aus der Krise heraus kommt wie ich- ist das denke ich mal nicht
ein Nachteil. Man kann nur schlauer werden. Und ein paar Euros für den Automaten hab ich immer mal. Denn da entscheidet
man auch inwieweit man gehen würde. Dort ist es nicht nur Zufall.
 

Sir Francis Drake

Gast
Ob Poker ein Glücksspiel ist oder nicht, what ever.
Aber das du sagst, dass es an den Automaten nicht nur Zufall ist, spricht doch dafür, dass du immernoch süchtig bist oder kam das jetzt einfach falsch rüber?
 
Hm, das kam wahrscheinlich falsch rüber. Ich spiele ja nicht mal mehr täglich. 1-2 mal monatlich vielleicht. Dann nehme ich mir
meine bestimme Summe Geld mit (20,30,50,-€) lasse meine Sparkassenkarte Zuhause, weiß aber, dass ich diese Summe verlieren
kann und mir nicht damit wehtue. Sprich- Spielen vor Schulden.

Es wird bestimmt immer ein bisschen hinziehen, aber man hat das Grobe geschafft. Kein Raucher kann mir erzählen, dass er nicht
hin und wieder mal ein Zug nehmen würde, kein trockener Alkoholiker wird jemals den Alkohol aus seinem Kopf verjagen. Sucht
bleibt Sucht. Das denke ich mal nimmt man auch mit ins Grab.

Automatenspiel ist genauso viel Zufall wie Poker in meinen Augen. Beim Poker hoffst du auf gute Karten bei den du etwas daraus
machst, probierst dein Geld mit einem guten Blatt zu erhöhen. Beim Automaten hofft man auf eine schöne Reihe mit der du dein
gewonnenes erhöhst. Klappt aber nicht immer- genauso wie beim pokern. Du verpokerst dich einfach ;)
 
Automatenspiel ist genauso viel Zufall wie Poker in meinen Augen. Beim Poker hoffst du auf gute Karten bei den du etwas daraus
machst, probierst dein Geld mit einem guten Blatt zu erhöhen. Beim Automaten hofft man auf eine schöne Reihe mit der du dein
gewonnenes erhöhst. Klappt aber nicht immer- genauso wie beim pokern. Du verpokerst dich einfach ;)
Beim Poker spielst du nicht ggn ne Maschine sondern gegen Menschen, sprich Psychologie spielt ne große Rolle. ganz geschweige denn von der Fähigkeit mit Statistiken umzugehen (Pot Odds auszurechnen, etc. pp)
Ich will nicht bestreiten, dass Poker eine ART Glücksspiel ist, aber bei weitem nicht so abhängig vom Faktor Glück wie z.b. Automaten...

Und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass nicht viele ehem. Suchtkranke abundzu mal wieder schwach werden... Weil man sich so nur selbst bescheisst. Mein Vater hat gut 20 Jahre seines lebens geraucht und seit gut 15 jahren keine kippe mehr angefasst.
Das gilt natürlich nicht für jeden, ist aber einfach ne Sache der Selbstbeherrschung und des Willens.

Ich an deiner Stelle, würde mir als suchtkrankgefährdet, diesen Automatenquatsch aus dem Kopf schlagen.
Aber is deine Kohle... Nur das reinrutschen in die Sucht geht schneller als man denkt, also lieber komplett "clean" bleiben ;)
 

Sir Francis Drake

Gast
@Rammstein
Sag mir eine Person, die sich ihren Lebensunterhalt von Automaten erwirtschaften!
Keine Ahnung ob du Ahnung vom Online Poker hast. Natürlich ist Glück dabei, aber longterm mäßig gewinnt die Wahrscheinlichkeit und somit derjenige, der mit Odds, Outs und Reads das Glück auf einen minimalen Faktor reduzier (Um es jetzt mal einfach aus zudrücken)!
Btw. kann auch gerne mal einen Lifetime Graphen von nem Kumepl posten.
@Chaoskarotte
Kann dir nur zustimmen.
 
Auch ich spiele schon seit ich 14 bin für mein Leben gerne Poker (NL T.Holdem). Mit 18 bin ich das erste mal auf ein Turnier gegangen (20 € Startgebühr), wo der Hauptpreis eine PS 3 mit 10 spielen war. Ich ging als 3. mit ner PSP heim und einem Ticket zur Vorrunde der German Open.

Jo, dann fing eigentlich erst alles an, die Vorrunde habe ich gewonnen und spielte letztes Jah5r bei der German open mit, wurde dort 34. und nahm einen Kleidersponsor mit nach Hause^^

Seitdem, würde ich mch schon als süchtig bezeichnen, da ich sowohl auf Partypoker.de, sowie Fulltilt.net spiele (mit Echtgeld). Ich verdiene zwar eine Menge Geld in mienem Beruf, dennoch geht einiges an schlechten Monaten (Bis zu 200 €) drauf.
Selbstverständlich gibt es auch gute Monate, wo cih schon ein Plus von über 1000 € hatte, aber das ist eher selten.
 
@Rammstein
Sag mir eine Person, die sich ihren Lebensunterhalt von Automaten erwirtschaften!
Keine Ahnung ob du Ahnung vom Online Poker hast. Natürlich ist Glück dabei, aber longterm mäßig gewinnt die Wahrscheinlichkeit und somit derjenige, der mit Odds, Outs und Reads das Glück auf einen minimalen Faktor reduzier (Um es jetzt mal einfach aus zudrücken)!
Btw. kann auch gerne mal einen Lifetime Graphen von nem Kumepl posten.
Automatenaufsteller?!:cool: Ich habe nie behauptet, dass Leute vom Automaten leben. Ich denke es aber genauso gut, wie Leute
vom Roulette leben, obwohl Roulette reines Glück ist.

*Entschuldige, muss zur Arbeit, bin später wieder da
 

NAgel.Far

Gast
Automatenaufsteller?!:cool: Ich habe nie behauptet, dass Leute vom Automaten leben. Ich denke es aber genauso gut, wie Leute
vom Roulette leben, obwohl Roulette reines Glück ist.
Ja, die haben auch fett Kohle geerbt, sind meist dumme verzogene Idioten, und verprassen es mit einem Glas Champagner in der Hand beim Roulette. So kann man natürlich auch ein Gefühl der High Society bekommen, wenn man sich so benimmt...

*wieder verzieh weil noch nicht 18*
 

Hugo.

Gast
Poker macht Spaß, eben weil's kein Glücks-, sondern ein Gesellschafts- und Geduldsspiel ist.
Bei den meisten anderen Spielen gewinnt immer die Bank. Poker gehört zu den wenigen Spielen, bei denen es überhaupt die Möglichkeit gibt, zu gewinnen. Das Problem ist, dass natürlich nur diejenigen gewinnen können, die sich geduldig an die Regeln halten.

Ich spiele seit einigen Jahren Poker mit Freunden. Jeder wirft einen Euro in den Pott und der Gewinner darfs behalten. Wenn mein Bruder gewinnt, verzockt er's meistens an einem Automaten. ;)
Roulette hat auch seinen eigenen Reiz. Wenn man mit Gewinn nach Hause will, muss man eben früh aufhören zu spielen und darf sich irgendwann gar nicht mehr da ran setzen. Leider ist auch Roulette durch die 0-Regel nur für die Bank ein gutes Geschäft.

Sehe mich schon als Glücksspielgefährdet an. Bin immerhin auch anfällig für jede andere Art von Sucht. Zigaretten, Dope, Frauen, im moment auch wieder Stämme, Glücksspiel macht sich da gut auf der Liste. ;)
Aber vielleicht stimmt ja auch der alte Spruch und die Summe der Laster bleibt immer gleich. In dem Fall bin ich wahrscheinlich der beste Mensch der Welt.