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Schülervorschlag

scotland

Gast
Ich habe kürzlich von einem Schüler gehört der sich folgendes ausgedacht hat:

Je nachdem wie aufmerksam man in der Schule ist bekommt man eine bestimmte Zeit gutgeschrieben.
Diese Zeit gilt für einen staatlichen Freizeitprak.
In diesen Freizeitpark kann man nicht mit Geld rein sondern nur mit der Erlaubnis des Lehrers für eine bestimmte Zeit.
Jedens Monatsende gibt einem der Lehrer Zeit.
Diese richtet sich nach Fleißigkeit und Mühen des Schülers.
So lernt der Schüler erstens das Arbeit lohnt und sich etwas einzuteilen.



Meiner Meinung nach ist das so nicht umsetzbar aber der Grunggedanke ist gut.

Wenn der Schüler statt Freizeitparkfreizeit *wortspielmach*
Freizeit bekommen würde wäre es besser,
denn sonst müsste in jeder größeren Stadt ein F.-park stehen.
An 2 Tagen pro Woche sollten die Schüler Förder (gibts leider nur in der Grundschule) haben wo die Hauptfächer trainiert werden.
Das Fach das stattfindet ist unterschiedlich.
Gute Schüler (oder schlechtere,die sich Mühe gegeben haben)
brauchen nicht zu kommen.....
edit:Was haltet ihr davon?
 

Oscheck

Gast
Also ich finde die Idee total unsinnig... Wenn der Schüler fleißig ist bekommt er gute Noten ---> Guten Abschluss ---> Intelligenz und bekommt mal später (hoffentlich) nen guten Beruf.

Wenn man Freizeit haben will sollte man auf eine Walldorfschule gehen. Da muss man nicht arbeiten wenn man nicht will...
 
Das ist eh schon so: Wenn ein Schüler in der Schule aufmerksam ist, muss er zuhause nix (oder viel weniger) lernen. --> Mehr Freizeit
 

tigerpetra

Gast
Wir hatten früher sogenannte Kopfnoten

Fleiß, Betragen, Ordung und noch eins *grübel*

Ich fand das gut, weil da haben wir mehr drum konkurriert als um die normalen Noten. Und die 3 Klassenbesten bekamen zum Jahresende eine Belohnung. Aber das war halt noch die gute,alte DDR.
 
Also für Fleiß und Ordnung hätte ich keine guten Noten gekriegt. ;-)
Ich war immer schon ein Chaot. Aber ich hatte immer gute Noten, weil ich in der Schule immer genug mitgekriegt habe, um nicht viel lernen zu müssen.
 

yamato

Gast
tigerpetra schrieb:
Wir hatten früher sogenannte Kopfnoten

Fleiß, Betragen, Ordung und noch eins *grübel*

Ich fand das gut, weil da haben wir mehr drum konkurriert als um die normalen Noten. Und die 3 Klassenbesten bekamen zum Jahresende eine Belohnung. Aber das war halt noch die gute,alte DDR.
Das noch eins war Liebe zum Sozialismus ;)
Und wer unverblümt von "der guten alten DDR spricht" hat eh irgendwo ne Art Realitätsverlust...Ist nicht direkt als persönlicher Angriff gemeint, aber die DDR gehört nun wirklich nicht zu meinen Lieblingsstaaten.

Zu dem Schülervorschlag: Schwachsinn. Erstmal kann und will das kein Land finanzieren und außerdem müssen Schüler auch begreifen, dass sie nicht für eine kurzfristige Belohnung lernen.
In unseren Bildungssystem hat man wirklich hunderte von Chancen und einige Leute sind einfach dermaßen gegen alles, dass ich irgendwo kaum mehr Mitleid habe, wenn die derbst verkacken. Da heißt es dann halt: Du bist der Schwächste, du fliegst.

Das soll nicht vom hohen Ross kommen, es gibt echt Leute, die können es nicht besser. Da merkt man das auch und da kümmern sich auch andere Leute drum, dass ein ordentlicher Abschluss (sei es nur der Hauptschulabschluss). Aber der Großteil hat einfach mal keinen bock und die lassen sich auch nicht durch Freizeitparks zum lernen animieren.
 

scotland

Gast
Wie gesagt der Vorschlag stammt nicht von mir aber das Problem ist das die heutigen Schüler einen Anreiz zum Lernen brauchen...
 

tigerpetra

Gast
yamato schrieb:
tigerpetra schrieb:
Wir hatten früher sogenannte Kopfnoten

Fleiß, Betragen, Ordung und noch eins *grübel*

Ich fand das gut, weil da haben wir mehr drum konkurriert als um die normalen Noten. Und die 3 Klassenbesten bekamen zum Jahresende eine Belohnung. Aber das war halt noch die gute,alte DDR.
Das noch eins war Liebe zum Sozialismus ;)
Und wer unverblümt von "der guten alten DDR spricht" hat eh irgendwo ne Art Realitätsverlust...Ist nicht direkt als persönlicher Angriff gemeint, aber die DDR gehört nun wirklich nicht zu meinen Lieblingsstaaten.
Ansichtssache...mir ging es in der DDR besser als jetzt, dafür waren wir aber auch sehr eingeschränkt. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Und Realitätsverlust, weil ich mich an meine Jugend zurück erinnere?
Nö, find ich nicht. Tust Du das nicht auch manchmal?
 
Die Schüler von heute brauchen auch nicht mehr Anreiz als die Schüler von früher. Ein bisserl zamreißen kann muss man sich halt immer.

Trotzdem bin ich der Meinung, daß man die Schwächsten fördern statt ausgrenzen sollte. Ich finde, den Grad eine Zivilisation kann man daran messen, wie sie mit ihren schwachen Mitgliedern umgeht.

Das heißt jetzt nicht, daß die schlechten Schüler extra Zuckerln kriegen sollten, aber sie einfach aufzugeben, ist halt auch nicht richtig.
 

yamato

Gast
tigerpetra schrieb:
Ansichtssache...mir ging es in der DDR besser als jetzt, dafür waren wir aber auch sehr eingeschränkt. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Und Realitätsverlust, weil ich mich an meine Jugend zurück erinnere?
Nö, find ich nicht. Tust Du das nicht auch manchmal?
Ich erinnere mich auch an meine frühere Jugend zurück, das ist ja normal. Aber die DDR hat ihre Jugendlichen gezwungen in sinnlosen Vereinen abzuhängen, Herrn Honecker zuzujubeln und ständig von der roten Gestapo überwacht zu werden. Wer nicht total begeistert für das Regime war durfte nicht studieren, von freier Entfaltung oder Religionsfreiheit mal ganz abgesehen. Dann gab es keine Möglichkeit um den Militärdienst herumzukommen, man konnte nicht frei reisen und niemandem wirklich trauen, weil er ja für die Bonzen hätte spitzeln können.
Sicherlich arrangiert man sich irgendwie mit einer Diktatur, aber wenn Menschen wegen ihrer politischen Einstellung festgehalten und gefoltert werden, dann hilft es mir ja tierisch was, wenn es mir etwas besser ging.

Sorry, war vielleicht etwas arg OT, aber ich mag diesen Staat wirklich nicht sonderlich...

Meadro schrieb:
Das heißt jetzt nicht, daß die schlechten Schüler extra Zuckerln kriegen sollten, aber sie einfach aufzugeben, ist halt auch nicht richtig.
Ich finde, dass jeder ein paar Chancen in der Schule verdient hat, aber es gibt immer wieder Leute die einfach nicht wollen und wegen denen fällt das Niveau der gesamten Klasse zurück. Da hört mein Verständnis irgendwo auf und dann sollte man die auch zugunsten der Schüler, die was lernen wollen aufgeben.
 
Eine sehr gute Freundin von mir war in der Schule sehr schlecht, hat ca. 50 % des Jahres geschwänzt und hatte am Ende der Unterstufe 8 Fünfer. Das wäre ja wohl für dich ein typischer Fall von "auszuschließender Person". Fakt ist aber, daß sie nicht faul ist, und schon gar nicht dumm. Sie war damals einfach in einer Phase der Rebellion. (Bei ihr daheim ist es meiner Meinung nach ziemlich wild zugegangen...) Gottseidank hatte sie nach ein paar Ehrenrunden noch die Möglichkeit, ihre Schule abzuschließen. Sie wurde (und hat sich) nicht aufgegeben. Jetzt studiert sie fleißig und mit gutem Erfolg und arbeitet nebenbei auch noch.

Es gibt einige Kinder, die außerhalb der Schule Probleme haben, welche sich dann in der Schule auf das Verhalten, die Leistung und die Noten auswirken. Ich finde, es wäre nicht fair, sie komplett fallen zu lassen. Und es wär vielleicht auch ein totaler Verlust für die Gesellschaft.
 

Horst

Gast
also, wenn man schüler heute nur noch dadurch zum lernen begeistern kann ist das deren problem...denn wer nich versteht, wie wichtig das alles ist, hat einfach mal pech gehabt und gehört in ne walldorfschule...is doch einfach nur noch traurig und beweist wie weit die jugend heutzutage denkt: bis zum nächsten zigarettenautomat/bis zur nächsten disko...schade, schade!

(ich bin 22jahre und schimpfe über die jugend! o_O das hätt ich früher nie gedacht!)
 

Syndic

Gast
Meadro schrieb:
ich hatte immer gute Noten, weil ich in der Schule immer genug mitgekriegt habe, um nicht viel lernen zu müssen.
Same here: In der Schule aufgepasst und mitgemacht, Hausaufgaben? Ih gitt, was ist das? (sollte mich schämen, ich weiß^^), auf Arbeiten oder Abi lernen sah dann jeweils so aus, dass ich mir in der Pause oder vor unterrichtsbeginn (oder eben bevor die Prüfungen anfingen) nochmal den Ordner durchgeblättert habe. Resultat? 1,3er Abitur und dabei mehr Freizeit als alle die, die zu Hause gelernt aber in der Schule lieber rumgeblödelt haben. Wobei ich da auch kein Unschuldslamm war, aber wenn die Lehrer alles noch 5 Mal wiederholen nachdem man es kapiert hat wird einem eben irgendwann langweilig... B)

Aber wie man den Schülern beibringen kann, dass es sich auszahlt im Unterricht aufzupassen? Keine Ahnung. Garantiert nicht durch irgendwelche Zwangsmaßnamen oder Ehrfahrungsberichte (es sei denn vielleicht von Leuten die sie kennen). Sowas wirkt eher kontraproduktiv, da man dann schon aus Protest nicht mitmacht. Irgendwo (ich mein GB, bin abern icht ganz sicher) gibts ja jetzt diese Einzellernzellen für Schüler, die zu viel Unruhe stiften, aber was hats gebracht? Laut Berichten der dortigen Direktoren bemühen sich die Schüler, in diese Zellen zu kommen, weil es unter ihnen als Auszeichnung gilt... :S

(Man sollte nicht meinen, dass mein Abi nicht mal ein Jahr her ist...)

edit: aaaaaaus damit
 

kajaktiger

Gast
Der Vorschlag muss gar nicht von der Schule umgesetzt werden, sondern kann viel besser von den Eltern umgesetzt werden. Aber welche Eltern kümmern sich denn noch um ihre Kinder?

An 2 Tagen pro Woche sollten die Schüler Förder (gibts leider nur in der Grundschule) haben wo die Hauptfächer trainiert werden.
Das Fach das stattfindet ist unterschiedlich.
Gute Schüler (oder schlechtere,die sich Mühe gegeben haben)
brauchen nicht zu kommen...
Perferkter Vorschlag, aber woher nehmen wir das Geld?

Wir hatten früher sogenannte Kopfnoten
Da wird doch in Wirklichkeit bewertet, wie gut man Lehrern in den Arsch kriechen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lehrer objektiv genug sind um wirklich Fleiß oder Ordnung anstellen von Betragen zu bewerten.
 

knut-peter

Gast
kajaktiger schrieb:
Perferkter Vorschlag, aber woher nehmen wir das Geld?
Wir rüsten die Bundeswehr ab, verdreifachen die Alkohol- und Tabaksteuer, legalisieren Marijuana (ebenfalls mit verdammt hohen Steuern), führen auf bestimmte Produkte Luxussteuern ein (Schmuck, teure Autos, Privatwohnungen mit nem Gesamtwert von über 1 Mio. € usw.) und Politiker, Lehrer und Polizisten werden nach Leistung bezahlt.

Zu den Kopfnoten: Da hat sich bei uns eigentlich kein Mensch drum gekümmert, die Lehrer haben das pi mal Daumen bewertet und man kriegte halt schlechtestenfalls ne 4, wenn man halt nicht mitgemacht hat oder n totaler Störenfried war. Wenn da was schlechter als 4 war, wurde man halt nicht versetzt oder bekam nen Verweis oder sowas, das passiert einem Schüler mit solchem Verhalten aber auch ohne diese Noten.

Insgesamt ist es ne Sache der Erziehung. Man muss seinen Kindern beibringen, wie wichtig lernen ist, wofür es gut ist, wie sie langsam selbst die Verantwortung für ihren Schulkram übernehmen und wie sie sich ihre Zeit einteilen, so dass sie Freizeit und Privatvergnügen haben und gleichzeitig in der Schule klarkommen und zufriedenstellende Leistungen bringen. Hier würde ich mit Belohnungen wie z.B. Freizeitparkbesuch ansetzen oder auch was anderem, je nach finanziellen Mitteln der Familie. Auf jeden Fall würde ich gute Leistungen belohnen, allermindestens in Form von Lob und Anerkennung, nach Möglichkeit aber auch materiell (innerhalb eines gewissen Rahmens). Schlechte Leistungen würde ich nicht unbedingt bestrafen (außer durch ausbleibende Belohnung), sondern in Kooperation mit dem Kind versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen - wenn es sich natürlich unkooperativ zeigt, würd ich allerdings auch Strafen in Betracht ziehen.
Echt schade, dass sich viele Eltern einfach nicht genug um ihr Kinder kümmern. Und nachher wird's alles am Schulsystem und an der Regierung abgelassen, egal ob da jetzt nen Kohl, nen Schröder oder ne Merkel (hoffentlich nicht!) auf dem Kanzlerplatz sitzt.
 

kajaktiger

Gast
Guter Geldbeschaffungsvorschlag, wenn soll ich im Herbst wählen, damit das Wirklichkeit wird?

Da hat sich bei uns eigentlich kein Mensch drum gekümmert, die Lehrer haben das pi mal Daumen bewertet und man kriegte halt schlechtestenfalls ne 4
Das klingt ja nach einen super System. Die Noten stören keinen, sind nicht schlecht und haben keinen Aussagewerte, weil die Lehrer sie auswürfeln.
Wo liegt der Vorteil?

Und alles wird immer auf die Regierung geschoben, denn es wäre viel zu schwer den Fehler bei sich selbst zu suchen, und jammern und wehklagen ist viel einfach als seinen Arsch hoch zu kriegen und mal was konkret zu verändern.
 
Geh bitte, das mit dem Auswürfeln ist doch Schwachsinn. Wenn ich einen schlechten Schüler vor mir habe, kann ich sehr wohl objektiv sagen, ob der

- unbegabt und nicht besonders fleißig ist --> Fachnote
- absichtlich stört --> Betragen
- im Chaos lebt, keine Hefte führt, total unleserlich schmiert --> Ordnung
...

Was heißt da "in den Arsch kriechen"? Das kann ich sowieso nicht mehr hören, sowas. Was soll das bitte heißen? Mir hat man das auch immer wieder vorgeworfen, weil ich es zB gewagt habe, mit den Lehrern am Gang zu reden, und weil ich arme hilflose Musiklehrerlein verteidigt habe, wenn die anderen neue Pläne geschmiedet haben, sie fertig zu machen.
(Die waren ja auch zu feig, sich mit Lehrern anzulegen, die sich wehren konnten. Immer nur auf die, die sanft und sozusagen schwach waren.)
 

yamato

Gast
Das mit dem "in den Arsch kreichen" kann man auch von der anderen Seite betrachten. Im Deutsch-Unterricht diskutieren wir oft, über die Aussagen der Literatur etc. Wenn ich ne andere Meinung als die Pseudo-Autorität vor neben der Tafel habe, zählt das als Störung des Unterrichts.

Ich könnte viele dieser Beispiele anbringen, da ich an einer besonders krassen Oberschule war, wo fast schon kreigsähnluche Zustände herrschten. Nicht zwischen den Schülern, die waren ganz friedlich miteinander, aber zwischen Schülern und Lehrer gings ab, wie sonstwas.

Ich behaupte, dass mindesten 25-50% der Lehrerschaft komplett unfähig für diesen Beruf ist und darauf bis zu einem gewissen Grad auch die Schüler abschalten. Es gibt genügend arbeitslose Lehrer, die eine Chance verdient haben
 
Also an allen Schulen, wo ich war, waren 90 % von den Lehrern gut, und nur ein paar einzelne Ausreißer schlecht. (1 entsetzlich schlechte Englisch-Lehrerin hat mir uns in 5 Jahren vielleicht 2 Englischstunden gemacht und in den restlichen STunden nur Tratsch erzählt. Auf deutsch. Ein Mathelehrer war oft besoffen und total resigniert wegen seiner uninteressierten Schüler. 1 Französischlehrer hat ungerecht benotet und war nebenbei ein Schleimer. 1 Küchenvorstand war einfach nur bösartig und hat alle in der Nähe befindlichen Leute, also Lehrer und Schüler, fertig gemacht.) Alle anderen Lehrer, die ich kenne, sind ziemlich bis sehr engagiert, bemühen sich um einen interessanten Unterricht.

Ich finde es unfair, die Lehrerschaft so schlecht zu machen.
Und ich finde es ganz und gar nicht ehrenhaft, wenn man "Krieg" mit den Lehrern hat. Glaubst du, denen macht das Spaß? Keiner wird Lehrer, weil er jemanden zum Kämpfen sucht. Viele zerbrechen daran, daß sie absichtlich fertig gemacht werden. Ein Beispiel dafür ist meine nette Musiklehrerin, die ihre Sache ganz toll gemacht hat, aber von den Schülern so lange traktiert wurde, bis sie es aufgegeben hat. Ein Religionslehrer von mir hat auch die Schule verlassen, weil es ihm zuviel war. Und ich kenne jede Menge ehemalige Kunsterzieher, die sagen, sie unterrichten nicht mehr, weil sie das kaputt macht. Sind sie deshalb schlechte Lehrer gewesen? Sicher nicht. Wenn man ihnen zuhören würde, wären sie einfach toll. So wär das mit den meisten Lehrern.

Nicht nur die Lehrer müssen sich auf die Schüler einstellen, auch die Schüler sollten mal versuchen, sich in die Lage des Lehrers zu versetzen.

Leider betrachten es viele Schüler einfach als Sport, Lehrer in die Verzweiflung zu treiben. Ich hab noch nie verstanden, wieso das so cool ist. Lehrer sind auch nur Menschen wie alle anderen. Sie versuchen, einem Dinge beizubringen, die sie wichtig finden, und die in den meisten Fällen auch wichtig sind.
 

iRiE

Gast
scotland schrieb:
Wie gesagt der Vorschlag stammt nicht von mir aber das Problem ist das die heutigen Schüler einen Anreiz zum Lernen brauchen...
Ist eine sichere Zukunft kein Anreiz zum Lernen?
Die Schüler müssen begreifen, dass sie´für ihre Zukunft lernen und nicht für den Respekt der Eltern oder um große Belohnungen abzukassieren.
 

yamato

Gast
Ich war an 3 Grundschulen (wir sind zweimal umgezogen, nicht weil ich so pöse war ;) ) und an zwei Gymnasien.

Auf meinem ersten Gymnasium war es so krass. Wenn ich einen Lehrer habe, der beim Betreten der Klasse (wohlgemerkt 5 Minuten nach Unterrchtsbeginn) sofort Terror macht, weil nicht alle auf ihren Plätzen sitzen und dann Leute fertig macht, einfach weil ssie in Diskussionen andere Ansichten haben oder nicht in eine bestimmte Gruppe passen, dann kann man irgendwo nicht mehr friedlich sein. Es gab an dieser Schule auch einige richtig gute Lehrer, da war der Unterricht auch echt gut. Und gerade diese guten Lehrer haben aja uchb mitbekommen, dass es so viele probleme gibt. Wir haben sicherlich versucht das Problem zu lösen, mehrfach. Ich war 4,5 Jahre auf dieser Schule. Im Verlauf dieser Zeit wurde mir unter anderem folgendes Vorgeworfen:

- Ich zerstöre mutwillig den Unterricht (Ich war lediglich der Auffassung, dass Kafka keine Metapher dafür benutzte, dass sein Käfer aus der Verwandlung Sex mit einem bild hat)
- Ich zusammen mit anderen die Mädchen unterdrücke (niemand hat sie gehindert sich zu beteiligen, die [und auch viele andere Jungs] hatten nur zB in Geschichte mal keine Lust die zehnte Diskussion zum Thema Versailler Vertrag mitzumachen)
- Ich den Holocaust verleugnen würde (Wir lasen "Andorra" von Max Frisch und sollten die Aufgabe "Nennen Sie Gründe Juden zu hassen." als Hausaufgabe beantworten. Ich schrieb, dass es dafür keien Gründe gibt, Religionsfreiheit etc. Daraufhin folgten Elterngespräche etc., weil ich angeblich den Holocaust verleugnete, obwohl ich nur sagte, dass ich keine Gründe sehe andere Menschen wegen ihrer Religion zu diskrimieren. Die Tusse von Lehrerin meinte nur,d ass es aber Leute gäbe die sowas tun und ich hätte das schreiben sollen, aber ich würde mich sowieso nur rausreden und wäre der ganz dolle Nazi und so. Zum Glück hatten meine Eltern und der Klassenlerher sich gefreut, dass ich so erfolgreich erzogen wurde, dass ich andere Menschen respektiere.)

Und so ging das über Jahre und ich war da weiß Gott kein Einzelfall und auch gar nicht derjenige, der am meisten betroffen war. Irgendwann reicht es halt und man lässt das mehr oder weniger unbewusst auch raushängen.
Ich gehe ja zur Schule, weil ich ein Abi haben will und da bringt mich Streit mit der Obrigkeit auch nicht weiter, aber ich muss mir niht alles bieten lassen und habe das Recht auch dagegen zu protestieren. Dieser Protest war die ersten 3 Jahre (großb geschätzt) auch durchaus konstruktiv, aber manchmal hat man halt mit einem Hoffnunglosen Fall zu tun.

Mir fällt gerade noch ein tolels Beipsiel ein. Die Klassenlehrerin eines Kumepls hat auf sein Abschlusszeugnis der 10. Klasse, also das Zeugnis mit dem man sich bewirbt, wenn einem der Realschulabschluss genügt folgendes schrieb:

Michael hat sich bemüht die gestellten Mindestanforderungen zu erfüllen.

Dazu ist zu sagen, dass er sich durchaus Mühe gegeben hat, nur nicht mit dieer Frau klar kam.

Fazit: Geht nicht auf das Herder-Gymnasium in Berlin-Charlottenburg :S
 

knut-peter

Gast
kajaktiger schrieb:
Guter Geldbeschaffungsvorschlag, wenn soll ich im Herbst wählen, damit das Wirklichkeit wird?
Mich, und zwar zum Dikt.. ähhh... Caesar! :D
Ich glaub, weder Schröder noch Merkel kriegen sowas auf die Reihe, aber der Schröder kriecht wenigstens den Amis nicht ganz so in den Arsch...



Das klingt ja nach einen super System. Die Noten stören keinen, sind nicht schlecht und haben keinen Aussagewerte, weil die Lehrer sie auswürfeln.
Wo liegt der Vorteil?
Keine Ahnung... :) Hessen wurde damals von der CDU regiert...
 

kajaktiger

Gast
Geh bitte, das mit dem Auswürfeln ist doch Schwachsinn.
Wenn du mal 19 (kein Schreibfehler nach Nachrechnen meiner Note hätten es wirklich 13*4-2*10-13 Punkte sein müssen) Punkte in Mathe hattest, glaubst du auch an auswürfeln.
Bei den gleichen Lehrer stimmen die Noten irgendwie nie und sind zum großen Teil nur Sympathienoten.
Was meine Mutter (Realschullehrerin) von Zeugniskonferenzen erzählt, lässt mich auch an der Objektivität von Noten zumindest in der Unterstufe zweifeln.

total unleserlich schmiert --> Ordnung
Immer doch.
Aber wie will ein Lehrer meine Ordnung bewerten? Sieht er meinen Schulordnersammelplatz im Schrank? Muss der Lehrer zu mir nach Hause kommen um mich dafür zu bewerten?

Was heißt da "in den Arsch kriechen"? Das kann ich sowieso nicht mehr hören, sowas. Was soll das bitte heißen?
Es gibt auch wirklich Leute, die den Lehrern in den Arsch kriechen. Sie geben den Lehrer bei jedem *******, auch wenn er noch so unsinng oder weit hergeholt ist, Recht.
Mit den Lehrer einfach reden, ist nicht gleich sich einschleimen, und das sieht auch eigentlich jeder in meiner Stufe so.

Also an allen Schulen, wo ich war, waren 90 % von den Lehrern gut, und nur ein paar einzelne Ausreißer schlecht.
Wieviele Prozent der Lehrer schlecht sind, ist immer subjektiv. Es gibt Lehrer in meiner Schule, die von ca. einer Person in der Klasse verstanden werden, die den Unterricht dann gut finden.

@knut-peter Auf nach Mettman! Meine Stimme hast du schonmal.

Hessen wurde damals von der CDU regiert..
Bei uns in NRW hat eine SPD Regierung das vor ein paar Jahren eingeführt. Zusätzlich zu der normalen Sinnlosigkeit kommt bei uns noch, dass die Kopfnoten nicht auf Bewerbungszeugnisse dürfen.
 
Naja, es kommt wirklich darauf an, wer korrigiert. Aber das hängt natürlich auch davon ab, was man davon unterrichtet hat, und von welchem Wissensstand man ausgeht. Bei mir ist es zum Beispiel so, daß ich bei einem Mathetest auf der Uni einen Tutor hatte, der ein guter Freund von mir ist. Er hat sozusagen die Vorkorrektur gemacht,
und mir danach mitgeteilt, daß ich einen Vierer hätte, um einen Punkt am Dreier vorbei, und von den 18 anderen Kandidaten hätten 14 einen Fünfer. Dann hat der eigentliche Lehrer sich die Test angeschaut und war entsetzt. Er hat mir sofort einen Einser gegeben und die Noten der anderen auf viele 3er und 4er und nur ganz wenige 5er angehoben, weil er gefunden hat, der Freund von mir wäre viel zu hart gewesen. Ist halt Geschmackssache. Das kommt sicher den meisten Leuten auch "gewürfelt" vor, aber die Benotung von meinem Freund hat mir eher eingeleuchtet. (Ich hätte mir auch keinen Einser gegeben.)

Ein anderes nette Bespiel ist mein Vater. Er hat mal für eine Schularbeit -3 Punkte vergeben. Der betreffende Schüler hatte 0 Punkte für den Inhalt erreicht, und dazu noch so geschmiert, daß mein Vater Stunden gebraucht hat, um die Schularbeit zu entziffern. Dafür gab es -3 Punkte für die Form. Finde ich durchaus gerechtfertigt.

Aber wie will ein Lehrer meine Ordnung bewerten? Sieht er meinen Schulordnersammelplatz im Schrank? Muss der Lehrer zu mir nach Hause kommen um mich dafür zu bewerten?
Also eines weiß ich: Falls es noch Noten für Ordnung gegeben hätte, hätte ich mir in der gesamten Schulzeit bestenfalls ein Genügend in Ordnung gegeben. Ich wußte nie, was in der nächsten Stunde stattfindet, ich habe kaum Hefte geführt, ich hatte nicht mal Ahnung, wann Tests abgehalten wurden und bin zB in der Früh dahermarschiert, ohne mitgekriegt zu haben, daß eine Mathe-Schularbeit stattfindet, und ich bin sogar manchmal an freien Tagen versehentlich in die Schule gegangen, weil ich vergessen hatte, daß ja frei ist. *g* Ich habe nicht die Spur von Ordnung gehalten. Meine Lehrer hat das zwar in die Verzweiflung getrieben, möglicherweise auch wegen des Vorbild-Effekts, aber weil meine fachlichen Leistungen immer sehr gut waren, hat es im Endeffekt nichts ausgemacht. Ins Gewicht fällt sowas aber, wenn jemand schlecht in der Schule ist. Wenn du sowieso nichts in Mathematik verstehst, und du machst keine Hausübungen, zerfetzt dein Buch und verschläfst die Test, dann ist es durchaus intelligent, eine Ordnungsnote zu vergeben. Wenn da mehr Ordnung wäre, würde sich der Schüler nämlich viel leichter tun.

Wieviele Prozent der Lehrer schlecht sind, ist immer subjektiv. Es gibt Lehrer in meiner Schule, die von ca. einer Person in der Klasse verstanden werden, die den Unterricht dann gut finden.
Okay, sowas gab es bei mir auch. Im Nachhinein, 5 Jahre später, sind sich aber die meisten Leute einig, daß sie bei der "tyrannischen" TXV-Lehrerin total viel gelernt haben, was sie bei einer weicheren Person nie getan hätten. (Ich weiß zusätzlich, daß sie einen herzensguten Kern hat.)
Ich war zwar ihr Lieblingsopfer, aber wenn es mir wirklich schlecht gegangen ist, war sie total nett, und sie hatte irrsinnig viel Sinn für Humor.

Ich glaube, daß es vielen Schülern einfach daran mangelt, sich auch mal auf Lehrer einstellen zu können. Dadurch, daß man sie von Anfang an als "Feind" aufbaut, setzt man eine selbsterfüllende Prophezeihung in Gang. Man sieht die guten Seiten überhaupt nicht mehr, man steigert sich in einen Hass hinein,... Ich war ein Lehrerkind, und für mich waren Lehrer immer ganz normale Menschen. So wie alle Nachbarn. Jeder hat seine guten und schlechten Seiten. Und fast alle Lehrer, die ich kenne, haben sich bemüht und auch einen guten Unterricht gehalten. Der eine versucht es auf die "Ich bin euer Freund, wenn ihr wollte, dann lernt, sonst bin ich auch nicht böse!"-Tour, der andere setzt eher auf "Ihr lernt das jetzt, auch wenn es euch nicht gefällt, denn ihr werdet es brauchen!".
Es gibt verschiedene Arten, guten Unterricht zu machen. Man muss sich halt überall das Beste herausholen und die kleinen Fehler mit Schulterzucken zur Kenntnis nehmen. Kein Mensch ist perfekt.
 

yamato

Gast
Meadro schrieb:
Ein anderes nette Bespiel ist mein Vater. Er hat mal für eine Schularbeit -3 Punkte vergeben. Der betreffende Schüler hatte 0 Punkte für den Inhalt erreicht, und dazu noch so geschmiert, daß mein Vater Stunden gebraucht hat, um die Schularbeit zu entziffern. Dafür gab es -3 Punkte für die Form. Finde ich durchaus gerechtfertigt.
Wenn mir ein Lehrer sowas gebracht hätte war ich damit schnurstraks zum Fachbereichsleiter gedackelt und dann gleich weiter zum Päko. Ok, er kann Dinge als falsch anstreichen, wenn sie wirklich nicht leserlich sind, aber dafür extra Punkte abzuziehen ist einfach schwachsinnig, unfair und widerspricht dem Gesetz. Seine Wut oder Missachtung soll er bitte woanders, aber nicht ind er Benotung ausleben.

Nochmal zu den Lehrern: Ich habe auch versucht sie als Menschen zu sehen, nur irgendwann verstand ich, dass alle halbwegs normalen Menschen sich sowas nicht antun würden. Es kam fast nie ein Friedensangebot von Lehrerseite. Aber genug damit an meiner jetztigen Schule ist es deutlich besser.
Die meisten Lehrer sind menschlich total ok, ich würde mit vielen von ihnen auch promt in eine Bar marschieren und da über interessante Themen reden. Das ändert aber nichts daran, dass es einfach unfähige Pädagogen sind, die von ihrem Stoff und der Vermittelung dieses nicht den Hauch einer Ahnung haben.