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Schülervorschlag

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von scotland, 25. Mai 2005.

  1. Meadro

    Meadro

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    Mein Vater war nicht wütend, sondern er hat ein Zeichen gesetzt. Nämlich: Quäl mich (oder deine Mitarbeiter, deinen Boss,...) mit mieser Form, und du kriegst Punkteabzüge. Finde ich absolut richtig. Außerdem war das eh schon ein Fünfer, und mehr als einen symbolischen Wert hatte die Bemerkung "-3 Punke aufgrund mangelnder Form" nicht.

    Und deine Reaktion ist genau das, was ich an manchen (oder eigentlich recht vielen) Schülern so schlimm finde: Statt mal zu reflektieren, was man besser machen könnte, wird auf den Lehrer geschimpft und versucht, ihm irgenwas reinzureiben. (...)

    Edit: Es handelte sich um eine Buchhaltungs-Schularbeit, ein Bereich, in dem Ordnung ein zentraler Bestandteil des Berufs ist.
     
  2. kajaktiger

    kajaktiger Gast

    Wenn etwas durch die Form unverständlich wird, kann man es als falsch bewerten, aber dafür einfach noch so Punkte abziehen, ist echt nicht in Ordnung.

    Wenn ein Lehrer, was falsch macht, oder mir eine reinreibt, muss man das den Lehrer auch klar machen.
    Denn auch Lehrer machen Fehler und man muss nicht alle Fehler bei sich suchen.
     
  3. yamato

    yamato Gast

    Kajaktiger hat vollkommen Recht. Es gibt Grenzen, die auch ein Lehrer zu beachten hat, selbst wenn die Schüler total schlimm und schrecklich sind.
    Auch wenn eine Entmenschlichung der Lehrer nicht mein Ziel ist muss folgendes festgehalten werden:

    - der Lehrer erhält Geld für seine Arbeit
    - der Lehrer wurde für solche Situationen augebildet
    - der Lehrer muss eine Art Autorität darstellen, um eine gewisse Ordnung in der Klasse zu bewahren und damit den Unterricht überhaupt erst in angemessener Form möglich zu machen

    Dazu möchte ich ergänzen, dass ein Lehrer, der nur durch Punktabzug in schriftlichen Arbeiten seine Autorität aufrecht erhalten kann ein verdammt schlechter Lehrer ist.
     
  4. Meadro

    Meadro

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    Eigentlich widerstrebt es mir ja, darauf noch eine Antwort zu geben, aber es sei noch gesagt: Mein Vater ist ein recht beliebter Lehrer und überall als sehr kompetent bekannt.

    Es wird zwar auch bei uns im Gesetz anfangs darauf hingewiesen, daß äußere Form im Prinzip keine Benotungsgrundlage ist, aber Ordnung und Übersichtlichkeit werden dann in vielen Fächern wieder konkret als Benotungskriterien genannt.

    Mangels einer genauen Darstellung der Beurteilungskriterien für das Fach Rechnungswesen (möglicherweise existiert eine, die ich nur gerade nicht gefunden habe), poste ich hier mal unser Gesetz zur Benotung von Schularbeiten in Biologie und Pysik:

    LB-VO § 16
    (1) Für die Beurteilung von Schularbeiten
    sind folgende fachliche Aspekte maßgebend:
    ...
    6. in Biologie und Umweltkunde sowie in Physik
    a) gedankliche Richtigkeit,
    b) sachliche bzw. rechnerische Richtigkeit,
    c) Genauigkeit,
    d) Ordnung und Übersichtlichkeit der Darstellung,
    gegebenenfalls unter Berücksichtigung der sprachlichen
    Genauigkeit;

    [http://www.bmbwk.gv.at/medienpool/5822/schulrecht3.pdf]

    Mein Vater hat 2 Möglichkeiten: Entweder er kann die Schularbeit nach einer angemessenen Begutachtungszeit als total unleserlich einordnen und überhaupt nicht benoten, oder er setzt sich pro Arbeit noch 2 Stunden hin und versucht, die einzelnen Wörter zu entziffern und in einen logischen Zusammenhang zu bringen und aus den wirr herumgestreuten Zahlen die rauszupicken, die ihm richtig erscheinen. Dabei ist er noch so nett, im Zweifelsfall immer zugunsten des Schülers zu entscheiden.

    [Edit: Nein, die von euch genannte 3. Möglichkeit, nämlich einfach alles als falsch anzustreichen, hat er natürlich auch noch.]

    Durch die nun schon vorher abgesprochene Notenzusammensetzung wissen die Schüler schon vor der Schularbeit, daß sie bis zu 3 Punkte für die Form abgezogen kriegen können, und jeder kann versuchen, leserlich zu schreiben und Ordnung zu halten, wie es sich für Buchhaltung gehört.

    Wenn mein Vater irgendwie rachsüchtig wäre, könnte er ganz andere Seiten aufziehen, und zwar gesetzlich gedeckte...

    Um auf den Rest eurer Postings einzugehen: Stimmt, man muss nicht alle Fehler an sich suchen. Aber erfahrungsgemäß ist das sowieso ziemlich unfair aufgeteilt: Manche Schüler suchen jede Schuld bei sich und haben gar kein Selbstvertrauen, andere wiederum kommen gar nicht auf die Idee, mal darüber nachzudenken, was sie selbst falsch gemacht haben könnten, weil prinzipiell die anderen schuld sind. Ich habe in der Schule Fehler gemacht, ich bin aber auch der Meinung, daß einige Lehrer Fehler gemacht haben. Mein Cousin hingegen ist der Ansicht, daß er der ideale Schüler ist, und sogar den nettesten und kompetentesten Lehrern hat er irgendwas vorzuwerfen. Zum Beispiel, daß seine Musiklehrerin sich nicht genügend Autorität verschafft, daß man sie so leicht verarschen kann. Hallo? Vielleicht könnte man ja auch damit aufhören, anderen Menschen absichtlich das Leben schwerzumachen, statt dem Opfer vorzuwerfen, daß es das Opfer ist.

    Die Lehrer sind nicht dafür da, Gefängniswärter oder autoritäre Imperatoren zu sein, sondern es sollen fachlich kompetente Menschen sein, die Kinder mögen. Sie sollen den Wunsch haben, ihnen etwas weiterzugeben, das ihnen wichtig ist, und zur Vermittlung dieser Dinge möglichst begabt sein. Wenn Schüler ihnen absichtlich das Leben zur Hölle machen und sich dann über die mangelnde Autorität aufregen, ist das ungefähr gleich gerecht, wie die Rechtfertigung eines Räuber, sein Opfer wäre selbst schuld, denn es hätte sich ja nicht genug gewehrt, oder die Aussage eines Vergewaltigers, sein Opfer hätte ihn provoziert, weil sie einen kurzen Rock anhatte.
     
  5. Meadro

    Meadro

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    Im Übrigen werden Lehrer nicht dafür ausgebildet, was sie tun sollen, wenn eine Klasse schlimm ist. Man muss zwar allgemeine Pädagogik absolvieren und bekommt gesagt, was man nicht darf (wie zB Kinder schlagen), konkrete Reaktionen muss man sich entweder selbst überlegen oder von anderen Lehrern abschauen. Vermutlich wäre ein Training aber auch nicht sehr sinnvoll, weil sowieso jeder Mensch anderes reagiert und man nicht alle über einen Kamm scheren kann. Man muss halt erproben, wie man am besten klarkommt.
     
  6. knut-peter

    knut-peter Gast

    Okay, schauen wir uns die drei Möglichkeiten mal an.
    1. Die Klausur wird als "total unleserlich" eingestuft: in Deutschland wird sowas als "ungenügend", als null Punkte oder 6 gewertet. Da braucht man die drei Punkte wegen mieser Form nicht mehr abzuziehen, weil ja eh schon alles unleserlich ist.
    2. Wenn der Lehrer immer zugunsten des Schülers entscheidet, was die Lesbarkeit angeht, KONNTE er es ja irgendwie lesen. Die drei Punkte für miese Form abzuziehen, wäre also nicht zu rechtfertigen. (Mal davon abgesehen, dass es schwachsinnig ist, Punkte unter die Untergrenze zu senken (nämlich null) - es kann ja nicht schlechter bewertet werden, als z.B. jemand, der ein leeres Blatt abgibt. Dieses trotzdem zu tun, kann man als pädagogisches Mittel ansehen, um dem Schüler klarzumachen, dass er an seiner Form arbeiten muss - der Schüler kann es jedoch auch als Schikane des Lehrers ansehen, der ihm reinreiben will, dass er "überhaupt nichts" kann.)
    3. Diese Möglichkeit kommt im deutschen System der 1. gleich. Ich habe erlebt, dass Schülern in Klausuren Worte, die nicht zu entziffern waren, als falsch angestrichen wurden und so getan wurde, als wären sie nicht da. (zumindest inhaltlich, in den Fehlerindex mit eingegangen sind sie schon.) Den Extremfall, nämlich dass die ganze Klausur nicht lesbar ist, habe ich noch nie gehört... diesen Fehler würde ich jedoch bei den Grundschullehrern suchen... denn anscheinend hat dieser Schüler nie wirklich schreiben gelernt.


    Aha, und zwar? Das einzige, was mir in Deutschland einfällt, was ein Lehrer machen kann, ist die Versetzung zu verhindern. Bzw. wie es in ner Berufsschule funktioniert, weiß ich nicht.


    Entschuldige, wenn ich das anders sehe. Lehrer müssen nicht bloß "den Wunsch haben", Kindern etwas beizubringen, es ist das HAUPTZIEL ihres BERUFES!!! Dafür kriegen sie ihr Geld; in den meisten Fällen vom Staat und somit aus unseren Taschen! Dann sollen sie das auch gefälligst MACHEN - den "Wunsch dazu" hin oder her!
    Sie sollen auch nicht "möglichst begabt" dazu sein, so nach dem Motto, "es wäre schön, wenn der Lehrer es ganz gut könnte... aber wenn nicht, ist er halt auch nur ein Mensch, auf den man Rücksicht nehmen muss..."
    Ein Lehrer wird dazu AUSGEBILDET, Kinder zu unterrichten. Ich weiß nicht, wie das in Österreich ist, aber hier muss man dazu was studieren und zwar (soweit ich weiß) mindestens 9 Semester! Entweder hat man die Qualifikation dazu oder man hat sie nicht, dann hat man aber keinen Anspruch darauf, seine Arbeitsstelle zu behalten! (Leider ist das durch Beamtenstellen usw. in der Praxis nicht so einfach...)
    Ich mein, wenn ich bei VW am Fließband stehe und irgendwelche Schrauben irgendwo drauf montieren soll - und krieg's halt öfter mal nicht hin... dann FEHLEN diese Schrauben halt und das Auto ist möglicherweise nciht verkehrssicher! Da sagt dann auch keiner: "Hey, es is ja auch nur ein Mensch, auf den muss man halt Rücksicht nehmen!"

    Lehrer werden übrigens sehr wohl dazu ausgebildet, wie sie mit schwierigen Schülern umgehen müssen, welche pädagogischen Mittel es so gibt und so weiter. Das ist natürlich in der Praxis sehr viel individueller und situationsabhängig, welches der gelernten Mittel der Pädagoge nun letztendlich anwendet (möglicherweise muss er auch mal selbst kreativ werden!), aber sowas zu können gehört für mich zur Vorraussetzung eines Lehrers im 21. Jahrhundert! Schwierige soziale Situationen am Arbeitsplatz gibt es halt überall - und Lehrer sind wenigstens dafür noch ausgebildet!

    Hier kann man dann wunderbar "gute" von "schlechten" Lehrern unterscheiden, solche, die es können und solche, die sich besser nen anderen Job suchen, wo sie z.B. ihre Mülltonnen anschreien können, wenn die umfallen. (sry 4 sarkasm...)

    Ich finde echt, dass Lehrer nach Leistung bezahlt werden müssten: Wenn die Schüler den Stoff verstehen und in einem Test anwenden können, gibt's Geld, wenn nicht, gibt's kein Geld! Leider würde das in unserem tollen korrupten deutschland überhaupt nix bringen...
     
  7. B.u.b.u.

    B.u.b.u. Gast

    @meadro

    ich kann verstehen, wenn Du Deinen Vater in Schutz nehmen willst und ihn mit Sicherheit nicht schlecht darstellen willst, aber ich finde so etwas unter aller Kanone!

    Zu meiner Zeit hatten Klausuren und Prüfungen noch einen anderen Namen:
    Lernzielkontrollen

    Und genau dieses Wort sagt aus, wofür diese eigentlich gut sind: um zu überprüfen, ob ein Lernziel erreicht wurde oder nicht und in welchem Ausmaß.

    Leider nutzen viele Lehrer Lernzielkontrollen als Druck- und Rachemittel.

    Es sei gesagt, dass Lehrer keine Unmenschen sind, aber sie sind eben auch nur einfache Menschen. Aber sie haben ein Beruf gewählt, der von ihnen besondere Sensibilität erfordert und ihnen erhöhte Aufmerksamkeit in ihrem Handeln schenkt.

    Wenn ein Lernziel die Erreichung eines guten und ordentlichen Schriftbildes ist, dann kann das gerne benotet werden. Andernfalls sollte m.E. genau dies nicht mit in die Benotung einfließen, da es an dem Kern der Sache vorbei geht.

    Auch heute ist die Erkennung von Legasthenie zwar schon fortgeschritten, aber leider bei Weitem noch nicht auf dem Stand der Dinge, wie es wünschenswert wäre.

    Ergo halte ich eine Maßnahme wie z.B. den Abzug einer ganzen Note(3 P.) für sehr nachlässig, kurzsichtig, deplatziert und unverhältnismäßig!

    In der heutigen Zeit sollten Lehrer m.E. erkennen, dass sie im Grunde Dienstleister sind. Sie haben zwar beschränkte Handlungsfreiheiten, aber dennoch sollten sie ihren Spielraum doch so manches Mal bedeutend besser nutzen und bedachter handeln.

    Glücklicherweise gibt es auch eine Menge Lehrer, die absolut einwandfrei sind und sowohl Kritikfähigkeit, als auch Einfühlungsvermögen sowie Feingefühl mitbringen.


    @yamato
    schön Dich wieder mal zu sehen :) wie geht es Dir?
    und ich stimme Dir gänzlich zu!
     
  8. PauliElch

    PauliElch Gast

    Da ich etwas später in die Diskussion einsteige gehe ich nochmal ganz von vorne auf die Idee von scotlands Freund ein.
    Ich halte das nämlich für keine gute Idee. Meiner Meinung nach haben Lehrer momentan schon vielzuviel Macht über die Schüler. Wer vielleicht den Artikel im letzten Spiegel über das Verhältnis der Lehrerin Isolde F. zu ihrem Schüler Alex K. gelesen hat, dem ist das sicherlich auch klar geworden. Ich möchte jetzt den Mord nicht rechtfertigen, sondern nur ein Beispiel geben. Im Übrigen drifte ich gerade ziemlich vom Thema ab.
    Wenn der Lehrer einen Schüler schon total in der Hand hat wegen den Noten und diese Macht von einigen Lehrern auch stark ausgenutzt wird, dann frage ich mich wie es erst wird, wenn der Lehrer auch noch Zugang für einen Freizeitpark geben könnte. Jeder Lehrer hat meiner Meinung nach seine Lieblingsschüler (ob bewusst oder unbewusst) und ein solcher Freizeitpark wäre noch ein Mittel mehr einige Schüler zu bevorzugen.
    Außerdem denke ich, wie oben schon mehrfach erwähnt, dass der Schüler für seine Zukunft, sein Wissen und seinen möglichen Arbeitsplatz lernen sollte und nicht um in den Freizeitpark gehen zu können.
    Davon mal abgesehen würde eine solche Idee niemals durchgebracht werden können, weil man bei einer solchen Regelung und auch allgemein bei Freizeitparks mit dem besten Willen keinen pädagogischen Hintergrund erkennen kann.
     
  9. Baby Crash

    Baby Crash Gast

    Ich finde den Schülervorschlag eine Gute Sache. Zum ersten denken die Schüler mal wieder ans lernen (siehe Pisa Studie) und zum zweiten bekommen sie eine faire Belohnung für ihren Fleis. Früher, als meine Mutter noch zur Schule ging, gab es sogenannte Fleiskarten. Man erhielt sie, wenn man, wie der Name schon sagt, fleissig war.
    Da dies heutzutage etwas heruntergekommen ist, wäre die Zeit für einen Freizeitpark der ideale Ersatz. Dies sollte aber am Wochenende geschehen, da der Schüler sonst zu viel Unterrichtsmaterial verpasst, was sich wiederum auf die Noten und die Pisa Studie auswirkt.

    Wenn man dann gut gelernt hat, bekommt man auch eine doppelte Belohnung. Die gute Note, die letztendlich über die Versetzung entscheidet. So hat man einmal die Note und den Freizeitparkbesuch in der Tasche!
     
  10. Wie schon viele hier sagten: Man lernt für sich und nicht für den Freizeitpark! Wer im Unterricht aufpasst,muss weniger für Arbeiten lernen und kann die Hausaufgaben schneller erledigen! Daher braucht man soetwas wie Belohnung mit einem Freizeitparkbesuch nicht!Man baut sich seine Zukunft in der Schule auf! Und wer das nicht tut ,hat eben Pech gehabt!

    Aber dein Post widerspricht sich ! Du sagst ,Schüler arbieten mehr mit,wenn sie eine Belohnung bekommen wie Freizeitparkbesuche! Aber diese Besuche sollen am Wochenende stattfinden. Toll,ich kann auch einfach so in den Park gehen! Ich wäre dewegen nicht interessierter am Unterricht und würde mich mehr anstrengen. ich mache das nur,weil ich etwas lernen ,mich verbessern und gute Chancen für die Zukunft haben will!

    Zudem hat der Staat kein Geld ,Freizeitparkbesuche zu finanzieren und wenn es jeder selbst finanzieren müsste,ist der Vorschlag sowieso sinnlos
     
  11. knut-peter

    knut-peter Gast

    @SolidSnake: Bitte nicht immer ganze Posts quoten, wir haben das alle schonmal gelesen. ;)


    Genau das war ja der Vorschlag dieses Schülers, dass die Schüler am Wochenende eben nicht auch so in den Park können, dass der Eintritt eben nicht mit Geld bezahlt wird sondern durch gute Leistungen in der Schule; dass die Lehrer dich dafür freischalten, wenn sie meinen, dass deine Leistungen gut genug sind, um dich mal zu belohnen.

    Ich mein, is schon klar, dass der Staat das weder kann noch machen würde, den Kindern ihr Privatvergnügen zu sponsorn... und ich finde die Idee auch nicht so berauschend, sowas der Urteilsf#higkeit der deutschen Lehrkräfte zu überlassen, die leider lange nicht so objektiv ist, wie sie es im Idealfall sein sollte. Das sind halt genau die Knackpunkte an diesem Vorschlag.

    Ich denke, die Kinder müssen von vornherein lernen und kapieren, wozu es gut ist, in der Schule mitzumachen und sich da etwas Mühe zu geben. Das liegt zum Großteil in Händen der Eltern, sollte aber auch von den Lehrern bzw. allgemein im Schul-Umfeld vermittelt werden, z.B. könnte es viel mehr Projekte geben, wo Schüler (auch schon in früheren Klassen) mit dem Berufsleben in Berührung kommen, wo sie von (kinderfreundlichen) Erwachsenen erklärt kriegen, wie das da so abgeht und was sie dafür tun müssen usw.
    Hier könnte man auch nach Leistung vorgehen, so dass z.B. der Klassenbeste mit dem BMW-Boss eine Führung durch den Betrieb macht, während jemand der nur knapp die Versetzung geschafft hat, vielleicht durch die Montage geführt wird oder in irgendwelchen kleinen Büros, und der Klassenschlechteste vielleicht bei der betriebsinternen Müllabfuhr landet. >:]
     
  12. Meadro

    Meadro

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    1) Ich muss meinen Vater nicht verteidigen, weil es nichts zu verteidigen gibt, sondern er recht hat.

    2) 3 Punkte Abzug wären keine ganze Note, wie da irgendwer behauptet hat. Diese Schularbeiten haben immer mindestens 50 Punkte zu vergeben, d.h. ab 26 sind sie positiv, bleiben noch 24 Punkte zu 4 Noten.

    3) Mein Vater erklärt den Schülern immer, wieso er welche Punkteabzüge gemacht hat. Es ist also immer gut nachvollziehbar, was sie verbessern könnten und sollten, und keiner wird als dumm und komplett unfähig hingestellt.

    4) Mögliche Alternativen, wenn mein Vater "rachsüchtig" wäre: Deutlich schwerere Schularbeiten, mehr Hausaufgaben, weniger Möglichkeiten, sich am Ende des Jahres zu verbessern, häufige unangekündigte "schriftliche Überprüfungen der Mitarbeit",... Außerdem können Lehrer Schüler auch nach der Unterrichtszeit "versäumte Unterrichtsinhalte nachholen" lassen. Früher wurde das Nachsitzen genannt. Wird zwar in den Oberstufen nicht gemacht, in Hauptschulen aber sehr wohl. Usw.

    5) Wenn man ein Studium schafft, heißt das noch lange nicht, daß man dafür wirklich begabt ist. Vielleicht hat man es fachlich ja geschafft, aber ob das wirklich das richtige für einen ist, steht noch lange nicht fest. Darauf bezog sich mein "möglichst begabt" sein. Möglichst im Sinne von "so stark wie möglich". Und eigentlich wollte ich betonen, daß es wichtig ist, daß man etwas vermitteln WILL, und es nicht nur tut, weil es halt zufällig der Job verlangt. Und ich denke, daß DIESE Eigenschaften und nicht die totale Kontrolle über die Schüler der wesentlichste Aspekt eines Lehrers ist, und daß die Schüler ihre Verantwortung für ein menschliches und gerechtes Verhalten dem LEHRER gegenüber nicht einfach verdrängen und jegliche Verhaltensprobleme dem Lehrer in die Schuhe schieben können, "weil er ja nicht genug Autorität hat".

    6) Das Verarbeiten von technischen Einzelteilen nach Vorschrift kann man doch nicht mit Pädagogik vergleichen. Das eine ist ein immer gleicher Arbeitsablauf, rein motorisch, das Lehren und Lernen hingegen ist eine ständig unterschiedliche Sache, die für jeden Menschen total anders ausschaut. Je mehr man auf diese Unterschiede eingehen kann, desto besser.

    7) Man kriegt in Pädagogik kein Handbuch für jeden Schüler mit, wo Verhaltensregeln drinstehen, die garantiert zum Erfolg führen. Und nicht jeder Lehrer kann nach den selben Regeln unterrichten. Verschiedene Menschen - verschiedene Methoden. Man kann aber auch nicht sagen, daß eine Methode die beste wäre.
     
  13. knut-peter

    knut-peter Gast

    Öffz... sorry, meadro, ich glaub, du hast mich irgendwie nicht verstanden...

    Zunächst mal: mich interessiert dein Vater eigentlich recht wenig. Er ist ein Einzelfall von zigtausend Lehrern und selbst wenn seine Methoden außergewöhnlich toll wären - was ich nicht finde! - würde das an der Gesamtsituation überhaupt nichts ändern. Dass dem Schüler ersichtlich sein sollte, wie seine Note zustande kommt, halte ich für selbstverständlich - andernfalls wäre doch der Willkür und Korrpution der Lehrer kein ende abzusehen.


    Das solltest du gleich dazu sagen, bzw. erwähnen, von welchem Schulsystem du redest. Im deutschen Oberstufensystem gibt es 15 Punkte, von denen jeweils 3 die Noten 1-5 darstellen, null Punkte entspricht einer 6. (Nur so zur Info.)


    Ich dachte es geht um legale, gesetzlich gedeckte Möglichkeiten...
    Wie intensiv ein Lehrer den Unterrichtsstoff abfragt und wie schwer seine Klausuren ausfallen, ist eine Frage des Stils und der individuellen Arbeitsweise - das hat mit "Rachsucht" erst dann zu tun, wenn er einzelne Schüler öfter oder auf andere Weise abfragt als andere, wenn er z.B. seinen "Hass"schüler jede Woche abfragt, die anderen Schüler jedoch nicht usw. Bewusste Bevor- oder Benachteiligung einzelner Schüler ist soweit ich weiß an deutschen Schulen verboten.


    Die Punkte 5)-7) fasse ich mal in eine Antwort zusammen.

    Klar gibt es in einem durchschnittlichen Studien-Jahrgang immer ein paar Leute, die das Ganze nur aus Langeweile studieren, sich irgendwie durchmogeln oder für das Fach nicht geeignet sind oder sonstiges. Man sollte aber in Deutschland davon ausgehen können, dass die Mehrheit eines Studien-Jahrgangs auf Grund ihres bestandenen Studiums in ihrem Beruf fachliche Kompetenz aufweisen können.

    Es redet im Übrigen keiner davon, dass ein Lehrer sich im Umgang mit Schülern strikt nach im Studium gelernten Modellen verhalten soll und wie ein Roboter unflexibel bestimmte Situationen stur nach Schema abhandeln soll - ich rede vielmehr davon, dass der Lehrer während seines Studiums in Fächern wie Pädagogik usw. verschiedene Methoden lernt, wie er mit schwierigen Kindern umgehen kann, er kriegt Möglichkeiten beigebracht, wie er sich verhalten kann, wie er seinen Unterricht gestalten kann und wie er in Problemsituationen reagieren kann - und im Endeffekt kann - nein muss er daraus auswählen, was er für richtig bzw. auf seine Schüler passend erachtet und anwenden will. Jeder Lehrer hat seine eigenen Methoden und jeder Schüler reagiert auf diese Methoden auf seine eigene Weise. Und wie du sagst, "je mehr man auf die Unterschiede [zwischen einzelnen Schülern] eingehen kann, desto besser", genau daran erkennt man einen kompetenten Lehrer.
     
  14. Ja aber durchführbar ist das,wie du sagtest, nicht! Denn was soll in diesem einen Freizeitpark so besonderes sein? Ich könnte dennoch in jeden beliebigen anderen gehen! So meinte ich das!
    Soll Deutschland etwa alle Freizeitparks für Schulen reservieren ?? ;)

    achso ja ich halte mich daran,nicht mehr ganze posts zu quoten
     
  15. kajaktiger

    kajaktiger Gast

    Ich denke mal, dass dies unabdingbar wäre.