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Wirtschaftskrise

South Sith79

Gast
Soo... Da das natürlich derzeit ein sehr großes Thema ist, möchte ich euch mal fragen, was ihr so darüber denkt...

So ein paar Schlagzeilen:

- Amerika hat über 50 Billionen $ Schulden
- Opel und Saab ohne Staatshilfe vor dem Aus (Tagesschau)
- Euro wenig wert
- DAX stürzt auf neues Jahrestief (Tagesschau)
- Hypo Real Estate wird verstaatlicht
- Hypo Real Estate mit 1 Billion Schulden? (Hypo Real Estate: Alles noch viel schlimmer?)
- Droht in Europa eine Staatspleite?


Quelle: Tagesschau

Wird das noch ein schlimmes Ende haben? Wenn ja, wie soll das vielleicht aussehen?
Wie lange dauert die Wirtschaftskrise noch? Geht Amerika pleite? Tausend Fragen, keine Antworten. Was denkt ihr darüber?

Gruß
South Sith
 

mici

Gast
Also ne Antwort auf die offenen Fragen kann hier wohl keiner geben.
Das Hauptproblem ist meiner Meinung nach aber, dass die Finanzkrise, mit der alles angefangen hat, die Wirtschaftseinbrüche in sehr extremer Form weltweit synchronisiert hat. Wenn alles "gut" läuft, dann ist das einfach ein riesiger Sortierungsmechanismus, der nur die besten Unternehmen, sogar gestärkt, aus der Krise kommen lässt.(Der Finanzsektor ist hier ausgenommen).
 
Wenn alles "gut" läuft, dann ist das einfach ein riesiger Sortierungsmechanismus, der nur die besten Unternehmen, sogar gestärkt, aus der Krise kommen lässt.(Der Finanzsektor ist hier ausgenommen).
Die Frage ist nur, ob man das dann auch wirklich als "gut gelaufen" bezeichnen kann -.- Denn das würde nur eine weitere Monopolisierung des Kapitals bedeuten. Die vermeintliche Stärkung wäre zwar eine Stärkung für "das Unternehmen" (welch abstrakter Begriff ...), also für den Besitzer desselben und dessen Manager/innen, jedoch würde der Vorteil der einen wiederrum den Nachteil der anderen bedeuten (das können wir ja heute recht gut udn offensichtlich beobachten: wer muss wirklich den Gürtel enger schnallen?).
Aber vllt findest du das ja gut.
 

einefarm

Gast
die banke brauchen wieder vertauen unter einander so das sie wieder handel betreiben
 

Jünger Attilas

Gast
Am günstigen wäre hier, wenn es zu einem weltweiten Zusammenbruch der Finanzmärkte kommen würde, mit nachfolgender Inflation und den Folgen der Weltwirtschaftskrise aus den 20er Jahren und der damit verbunden Entschuldung aller Staaten (durch eine Währungsreform).
Im schlimmsten Falle stabilisieren sich die Finanzmärkte wieder mit der völligen Überschuldung der einzelnen Staaten.
Dann heisst es hier abermals für den Bürger, "wir müssen nun den Gürtel enger Schnallen, um die Generationengerechtigkeit wiederherzustellen".
Wie man es auch drehen und wenden mag, der Bürger wird immer der Verlierer sein und die Unternehmen gehen gestärkt daraus hervor.
Die Leute die jetzt schon Geld haben werrden mit einem Anziehen der Inflation ihr Geld in Gold und Land anlegen und gestärkt aus der Krise hervorgehen. Sofern der "kleine" Mann dies ebenfalls tun möchte wird er im Verlauf der Krise diese Wertanlagen wörtlich für ein Apfel und ein Ei veräußern müssen, damit er sich und seine Familie satt bekommt.
Sicherlich gibt es hier noch ausreichend Möglichkeiten, die dazwischen liegen. Der Verlierer steht jedoch schon fest und ausgerechnet die Leistungsträger unserer Gesellschaft (wie sie von unseren Politikern immer bezeichnet werden), die diese Krise erst verursacht haben, werden hierfür auch noch belohnt (mit risigen Abfindungen oder Pensionsansprüchen).
 

einefarm

Gast
ich mein auf der einen seite sind sie ja auch selber schuld wegeg den zinsen

so werden alle gezungen immer höhere gewinne zu machen
da muß es doch mal zu einen Wirtschaftskrise kommen
 

Lord seb34

Gast
Also wir können die Kriese ausnutzen! Haben uns ein Auto gekauft so günstig wie nie! Der Händler hat satte Rabatte gegeben und war froh das er den Wagen losgeworden ist!
 

mici

Gast
Die Frage ist nur, ob man das dann auch wirklich als "gut gelaufen" bezeichnen kann -.- Denn das würde nur eine weitere Monopolisierung des Kapitals bedeuten.
So kann mans natürlich auch sehen ;-)
Ich seh das eher so:
Die Dinosaurier sind damals ausgestorben, damit für etwas neues Platz ist. Das Leben ist nunmal ein ständiges kommen und gehen. Vor allem z.B. beim Automobilsektor liegts auf der Hand, dass hier einfach strukturelle Differenzen zwischen Angebot und Nachfrage vorliegen, das gehört sich mal monumental aufgeräumt ^^

Bei den Verlierern kann ich nur zustimmen. Vor allem die, die sowieso nicht viel haben triffts am stärksten. Irgendwelche Manager/Millionäre haben zwar durch die Kursverluste ihrer Aktien Millionen oder sogar Milliarden verloren, aber sie können die Wertpapiere natürlich halten ohne irgendwelche einbußen zu haben.

Und zum Krise ausnutzen:
Denke man konnte lange nicht mehr so günstig Heizöl nachkaufen wie heute ;-)
 
Die Dinosaurier sind damals ausgestorben, damit für etwas neues Platz ist.
Das find ich jetzt aber komisch. Hm, vor der Krise und während der Krise haben wir den Kapitalismus. Nach deinem Modell auch danach. Wo ist jetzt das neue? o_O

Vor allem z.B. beim Automobilsektor liegts auf der Hand, dass hier einfach strukturelle Differenzen zwischen Angebot und Nachfrage vorliegen, das gehört sich mal monumental aufgeräumt ^^
Und das nennt man Überproduktion. Oder zu geringe Kaufkraft - es ist dasselbe und Marx hat es schon vor 150 Jahren vorausgesagt.

Bei den Verlierern kann ich nur zustimmen. Vor allem die, die sowieso nicht viel haben triffts am stärksten. Irgendwelche Manager/Millionäre haben zwar durch die Kursverluste ihrer Aktien Millionen oder sogar Milliarden verloren, aber sie können die Wertpapiere natürlich halten ohne irgendwelche einbußen zu haben.
Les ich da Ironie raus?
 

Jünger Attilas

Gast
Ich frage mich echt wie blauäugig man sein und alle Fakten übersehen kann, um von einem Ausnutzen der Krise zu sprechen.
Es waren u.a. auch die Spekulationen auf den Erdölpreis die die Preise für Heizöl erst so hochgetrieben haben. Nun im Mom. der Krise gehen diese Preise auf ein Normalmaß zurück und sie werden in naher Zukunft voraussichtlich noch weiter fallen.
Hier nutzt nun mit den Kauf von Heizöl niemand die Krise aus, ihr wurdet vorher nur alle über den Löffel gezogen.
 

mici

Gast
Das find ich jetzt aber komisch. Hm, vor der Krise und während der Krise haben wir den Kapitalismus. Nach deinem Modell auch danach. Wo ist jetzt das neue? o_O
Warum immer gleich das komplette System ändern? Das ist ja das tolle im Kapitalismus, dass sich ne Menge von selbst korrigiert... Wenn da nicht die paar elementaren Mängel im Reinkapitalimus wären. Meine Aussage war jedenfalls eindeutig auf Unternehmenszweige bezogen, gibt ja sowas wie Fortschritt und da muss altes dem neuen weichen ;-)

Und das nennt man Überproduktion. Oder zu geringe Kaufkraft - es ist dasselbe und Marx hat es schon vor 150 Jahren vorausgesagt.
Genau, Marx hat vor 150 Jahren gesagt, dass 2009 der Automobilmarkt einbricht ^^ Also in dem Zusammenhang würde ich eher auf den Herrn Kondratieff verweisen ^^

Les ich da Ironie raus?
Ironie? Nene, mit den armen "Spitzen"managern muss man doch Mitleid haben... ;-)

Ich frage mich echt wie blauäugig man sein und alle Fakten übersehen kann, um von einem Ausnutzen der Krise zu sprechen.
Es waren u.a. auch die Spekulationen auf den Erdölpreis die die Preise für Heizöl erst so hochgetrieben haben. Nun im Mom. der Krise gehen diese Preise auf ein Normalmaß zurück und sie werden in naher Zukunft voraussichtlich noch weiter fallen.
Hier nutzt nun mit den Kauf von Heizöl niemand die Krise aus, ihr wurdet vorher nur alle über den Löffel gezogen.
Also mit der Aussage enttäuschst du mich... oder glaubst du ernsthaft, dass die Preise im Moment wirklich "Real" sind? Spekulationen spielen da immernoch gewaltig mit, nur in die andere Richtung diesmal. Das geht dann so lange, bis die Spekulanten damit keine gescheiten Gewinne mehr machen und dann gehts wieder nach oben ;-)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Jünger Attilas

Gast
Also mit der Aussage enttäuschst du mich... oder glaubst du ernsthaft, dass die Preise im Moment wirklich "Real" sind? Spekulationen spielen da immernoch gewaltig mit, nur in die andere Richtung diesmal. Das geht dann so lange, bis die Spekulanten damit keine gescheiten Gewinne mehr machen und dann gehts wieder nach oben ;-)
Enttäuschen tuts Du mich hier ebenfalls.
Es ist ca. 15 Jahre her, da drosselte die OPEC ihre Erdölproduktion, damit der Barrelpreis nicht unter 16 Dollar fällt. Wenn man nun den Inflationsbereinigten Preis sieht, liegen wir immer noch weit darüber.
Was soll der der Schwachsinn mit der Preisbindung von Erdgas an den -Ölpreis. Wo bleiben den beim Biodiesel die Weitergabe der geringeren Steuer (sind wohl 25 Cent/Liter). Der Preis liegt hier gerade einmal einen Cent unter dem Dieselpreis und es geht einzig und allein um Gewinnmaximierung.
Keiner wird übrigens sein Produkt unter Einstandspreis verkaufen. Wenn nun also der Heizölpreis unter dem von vor 6 Monaten liegt, dann wird immer noch daran verdient. Da das Erdöl jedoch mit der gleichen Technologie wie vor 6 Monaten gefördert wird, sind dementsprechend nur die Gewinnmarchen geringer geworden. Wenn sie also vorher höher waren lag dies einzig und alleine an der Spekulation, dass die Leute dieses Produkt sowieso kaufen werden.
 
Warum immer gleich das komplette System ändern? Das ist ja das tolle im Kapitalismus, dass sich ne Menge von selbst korrigiert... Wenn da nicht die paar elementaren Mängel im Reinkapitalimus wären.
Also korrigieren tut der Kapitalismus eigtl gar nichts. Er schützt sich höchstens selbst.
Was du meinst, ist, dass er seine Form ändert. Das sind aber nur oberflächliche Änderungen. Die Grundstrukturen bleiben immer die gleichen, egal ob Liberalismus, soz. Marktwirtschaft oder Staatskapitalismus. Und die Ursachen für Krisen und beschissene soziale Verhältnisse sind nunmal die Grundstrukturen.

Oder hast du Beispiele? ;-)

Meine Aussage war jedenfalls eindeutig auf Unternehmenszweige bezogen
Nein...... wirklich????? ;-)

Genau, Marx hat vor 150 Jahren gesagt, dass 2009 der Automobilmarkt einbricht ^^ Also in dem Zusammenhang würde ich eher auf den Herrn Kondratieff verweisen ^^
Weißt du was ich meinte, oder muss ichs dir nochmal erklären?
 

CryptationOfTheMatrix

Gast
Der Kapitalismus ist das beste Marktsystem, nur hat er 2 Nachteile: Er lässt die Schere zwischen Arm und Reich größer werden und er kann seine Krisen nicht selbst regulieren.
 

Gottes_Sohn666

ehem. Community-Management
Wer sagt das? :eek: Du?

ich fänds eigentlich ganz geil, wenn der Kapitalismus nur zwei Nachteile hätte :) dann wäre es nahe am perfekten System...
 
Der Kapitalismus ist das beste Marktsystem
lol (und nein, ich setze Kapitalismus und Markt nicht gleich, trotzdem ...)
Er lässt die Schere zwischen Arm und Reich größer werden
true
er kann seine Krisen nicht selbst regulieren.
Ob dus glaubst, oder nicht: der Staat kann die Krisen des Kapitalismus auch nicht regulieren ;-)
Und zum Regulieren ist es in der Krise sowieso schonz u spät, aber auch wenn der Kapitalismus vor der Krise reguliert wird, kommt es immer wieder zur Krise.

ich fänds eigentlich ganz geil, wenn der Kapitalismus nur zwei Nachteile hätte :) dann wäre es nahe am perfekten System...
:mrgreen:
 

CryptationOfTheMatrix

Gast
nenns von mir aus halt Marktplatzsystem ;)

Tja, aber der Kapitalismus wird in vielerlei Punkten reguliert, oder nicht? aber das dumme is thalt bloß, dass er sich selbst immer weiter runterzieht in ner Krise...


Gottes_Sohn666 schrieb:
Wer sagt das? Du?
Nein, Alan Greenspan.
 

Molattow

Gast
Ich hätte eine Dringende Frage:

Was für eine Auswirkung hatte diese Krise auf Russland !
Man hört recht wenig, ausser dass mittlerweile 2/3 der Staatsansparten draufgegangen sind.

Währe nett wenn das jemand beantworten könnte.
 

Crust as fuck existence

Gast
Russland hat nur noch knapp 50 Milliardäre und einige von denen haben mittlerweile über 50 Miiliarden Dollar Schulden.

Bei mir sieht es da besser aus. Ich hab kein Geld und kann dieses also nicht verlieren xD
 

mici

Gast
Enttäuschen tuts Du mich hier ebenfalls.
Es ist ca. 15 Jahre her, da drosselte die OPEC ihre Erdölproduktion, damit der Barrelpreis nicht unter 16 Dollar fällt. Wenn man nun den Inflationsbereinigten Preis sieht, liegen wir immer noch weit darüber.
Was soll der der Schwachsinn mit der Preisbindung von Erdgas an den -Ölpreis. Wo bleiben den beim Biodiesel die Weitergabe der geringeren Steuer (sind wohl 25 Cent/Liter). Der Preis liegt hier gerade einmal einen Cent unter dem Dieselpreis und es geht einzig und allein um Gewinnmaximierung.
Keiner wird übrigens sein Produkt unter Einstandspreis verkaufen. Wenn nun also der Heizölpreis unter dem von vor 6 Monaten liegt, dann wird immer noch daran verdient. Da das Erdöl jedoch mit der gleichen Technologie wie vor 6 Monaten gefördert wird, sind dementsprechend nur die Gewinnmarchen geringer geworden. Wenn sie also vorher höher waren lag dies einzig und alleine an der Spekulation, dass die Leute dieses Produkt sowieso kaufen werden.
Hier ists wieder so, dass ich dir in allen Punkten zustimmen kann, auch wenn so ziemlich garnichts davon zu meiner Aussage passt ;-) Den Preis für irgend ne Ware machen nunmal nicht die Produktionskosten aus, sondern der Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage. Hier hat man gleich den "Vorteil" dabei, dass man zu einem bewusst sparsamen Umgang mit der Ressource Energie angehalten wird. Wenns auf den Geldbeutel geht, checkts fast jeder von den "normalen" Leuten. Immerhin fließt über das Öl wenigstens n bisschen Geld von den reichen Ländern in die armen, auch wenns dann da so gut wie immer bei den falschen Leuten und konzentriert ankommt.

Also korrigieren tut der Kapitalismus eigtl gar nichts. Er schützt sich höchstens selbst.
Also ich persönlich finde das ja prinzipiell sowas von genial, dass der Markt alles tendenziell so anpasst, dass so viel produziert wird, wie es verbraucht wird ;-) (soweit möglich natürlich)
Was du meinst, ist, dass er seine Form ändert. Das sind aber nur oberflächliche Änderungen. Die Grundstrukturen bleiben immer die gleichen, egal ob Liberalismus, soz. Marktwirtschaft oder Staatskapitalismus. Und die Ursachen für Krisen und beschissene soziale Verhältnisse sind nunmal die Grundstrukturen.
Was anderes hab ich ja auch nicht gesagt ;-)


Ob dus glaubst, oder nicht: der Staat kann die Krisen des Kapitalismus auch nicht regulieren ;-)
Und zum Regulieren ist es in der Krise sowieso schonz u spät, aber auch wenn der Kapitalismus vor der Krise reguliert wird, kommt es immer wieder zur Krise.
Jo, versuchen die Krise zu verhindern oder sonstwas ist nur Selbstüberschätzung... Aber was ich nicht versteh, warum findest du Krisen prinzipiell so schlimm? Da kann man sich wenigstens schon wieder auf den Aufschwung freuen :p

Was für eine Auswirkung hatte diese Krise auf Russland ! Man hört recht wenig, ausser dass mittlerweile 2/3 der Staatsansparten draufgegangen sind.
Was ich grade so im Kopf hab bzgl. Russland ist, dass die sinkenden Energierohstoffpreise dem staatlichen Gazprom ziemlich zu schaffen machen und dass Russland seit der Krise nurnoch halb so viele Milliardäre wie vorher hat xD
 

Muffinman92

Gast
ich steig auch mal dann in die runde ein. Unser pastor hat gesgat das die Wirtschaftskrise auch mit dem Weltuntergang zu tun hat. Was eventuell zu treffen könnte! naja ich denke das man schon iwie aus dieser krise raus kommen könnte. es gibt immer einen weg und es geht immer weiter.
 

Jünger Attilas

Gast
Hier ists wieder so, dass ich dir in allen Punkten zustimmen kann, auch wenn so ziemlich garnichts davon zu meiner Aussage passt ;-) Den Preis für irgend ne Ware machen nunmal nicht die Produktionskosten aus, sondern der Schnittpunkt von Angebot und Nachfrage. Hier hat man gleich den "Vorteil" dabei, dass man zu einem bewusst sparsamen Umgang mit der Ressource Energie angehalten wird. Wenns auf den Geldbeutel geht, checkts fast jeder von den "normalen" Leuten. Immerhin fließt über das Öl wenigstens n bisschen Geld von den reichen Ländern in die armen, auch wenns dann da so gut wie immer bei den falschen Leuten und konzentriert ankommt.


Also ich persönlich finde das ja prinzipiell sowas von genial, dass der Markt alles tendenziell so anpasst, dass so viel produziert wird, wie es verbraucht wird ;-) (soweit möglich natürlich)

Was anderes hab ich ja auch nicht gesagt ;-)
Es ist ersteinmal schön, dass Du mir bis hierin recht gibst.;-)
Allerdings ist auch das leidige Thema "Angebot und Nachfrage" eine riesige Lüge, wie ich hier an einigen Beispielen erläutern möchte.
Sofern dies wirklich so sein würde, müssten wir in Deutschland in einem "Schlaraffenrand" leben.

Schau Dir einmal die Wasser-, Abwasserpreise oder auch die Strompreise in Deutschland an, wie sie in den letzten 10 Jahren explodiert sind. Die einzige Möglichkeit die der Bürger hatte ist, die Verbrauchsmenge zu senken. Sofern Deine Rechnung aufgehen würde, müssten hier die Preise mittlerweile im Keller sein, aber genau das Gegenteil ist eingetreten. Hier geht es nicht um "Angebot und Nachfrage" sondern um Gewinnmaximierung.
Da die Firmen alle Jahre wieder neue Rekordgewinne verkünden möchten und den Aktionären die Dividende noch üppiger gestalten wollen, wurden hier die Preise erhöht.
Nicht nur das unsere Regierung dabei zuschaut wie geltendes Recht gebrochen wird (Energiekonzerne sind nach Gesetz in Deutschland dazu verpflichtet, 80% ihrer Gewinne in die Erhaltung und Modernisierung des Stromnetzes zu investieren. Dafür dürfen sie im Gegenzug einen erhöhten KWhpreis nehmen. In den letzten Jahren lag jedoch die Investitionsquote bei unter 20%)
Sie schaffen auch noch die einzigste Kontrollmöglichkeit per Gesetz ab, wo bis zum Jahr 2007 jede Strompreiserhöhung vor der jeweiligen Landesregierung beantragt und begründet werden musste.
Das es auch anders geht zeigt hier das Bsp. von Schweden. Wegen der Rekordgewinne von Vattenfall im Jahr 2006 (u.a. die Gewinne aus Deutschland) wurde der Konzern gesetzlich dazu verpflichtet, den KWHpreis in Schweden um 2 Cent zu senken.